zusammenfinden.
Wider die Einsamkeit – Wege aus der Isolation
Maria B. ist 25 Jahre alt, Studentin der Soziologie, und lebt in einer Einzimmerwohnung in Mannheim. Maria B. heißt nicht wirklich Maria B., denn ihre Mutter soll nicht erfahren, dass sie allein ist. Sie hat in ihrem Leben viele Vertrauensbrüche hinnehmen müssen. Der Vater war Alkoholiker und gewalttätig. Die Sorge von jemandem erneut zurückgewiesen zu werden, macht ihr Angst. Sie zieht sich immer mehr zurück. Auch die Bekanntschaften, die sich im Hörsaal ergeben, scheinen nur oberflächlicher Natur zu sein.
12 % der Deutschen fühlen sich einsam [1]
Einsamkeit hat viele Gesichter. Was verbirgt sich dahinter? Und, hängt es immer mit dem Alleinsein zusammen? Fakt ist, Einsamkeit muss nicht immer mit dem Alter zusammenhängen wie das Beispiel von Maria B. zeigt. Individualisierung setzt sich drastischer in Zeiten wie diesen durch als sonst, Lebensentwürfe haben sich insofern geändert als die Anzahl singulärer Lebensformen stetig wächst. So sind bereits junge Erwachsene von Einsamkeit betroffen. Das kann sich bereits im Studium oder auch durch einen neuen Arbeitsplatz, einen Neuanfang in einer anderen Stadt, äußern. Man sitzt in einem Hörsaal, in einer sehr großen Massenvorlesung. Und immer neben einer anderen Person. Kontakte zu knüpfen fällt manchen schwer. Eigentlich haben junge Menschen doch alle Möglichkeiten, weil ihnen die Welt offensteht? Und trotzdem wachsen aus flüchtigen Kontakten keine tiefgehenden Gespräche.
Gesellschaftliche Krisen führen zu Spannungen
Eines hat uns die Corona-Pandemie deutlich gezeigt: Wie dramatisch, wie schlimm auferlegte Einsamkeit sein kann. Keine Kontakte haben zu dürfen, keine Berührung, niemand, der spontan vorbeikommt. Großeltern, die nur am Fenster ihren Enkelkindern zuwinken können. Jugendliche, die sich nicht treffen dürfen. „Wenn ich mich einsam fühle, gehe ich ans Handy“, sagt eine 11-Jährige. Ein oft nur schwacher Trost von kurzer Dauer. Manchmal spielt sie auch stundenlang, bis Mama oder Papa nach Hause kommen. Eigentlich würde sie gerne mit anderen spielen.
DiakonieStiftung Mannheim will Einsamkeit sichtbar machen
Die Diakoniestiftung Mannheim stellt Einsamkeit in den Mittelpunkt ihres Wirkens. Menschen, die allein sind, möchte sie die Hand reichen, zeigt ihnen Möglichkeiten, arbeitet gemeinsam daran neue Wege zu gehen. Die Stiftung unterstützt gezielt Projekte und Einrichtungen, die Menschen aus der Isolation holen. Zum Beispiel der Mittagstisch im Mannheimer Stadtteil Rheinau oder der DiakoniePunkt Konkordien, die „kleine Vesperkirche“. Hier treffen sich regelmäßig überwiegend ältere Menschen, aber auch immer mehr Junge und Alleinstehende, um Gemeinsamkeit zu erleben, um nicht allein essen zu müssen.
Auch für Kinder und Jugendliche ist Diakonie da. Sie hilft ihnen, damit sie nicht allein sind, wenn Mutter und Vater die Zeit fehlt, aber jemand da ist, der mit ihnen spielt, ins Museum geht oder einfach nur in den Park geht um Ball zu spielen. Das machen die Begleitpaten – ein weiteres Projekt des Diakonischen Werks Mannheim.
Mit der Diakoniestiftung Mannheim können wir Menschen in Not, seelischer Bedrängnis und sozial schwierigen Verhältnissen in unserer Stadt noch besser und dauerhafter helfen und vor Einsamkeit schützen, denn wir wissen: Gemeinschaft ist lebensnotwendig. Dabei ist unsere Stiftung auf Sie angewiesen. Vieles, was notwendig ist, kann heute und in Zukunft nur durch das Tun verantwortlicher, mitfühlender und großzügiger Menschen geschehen.




